Leben besteht aus einer Serie von kleinen Wundern. Beachte sie.

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Gestern war ein anstrengender Tag für mich. Der kleine Mann ist um fünf Uhr aufgewacht, bereit, den Tag zu erobern. Ich war es nicht. Meine ursprüungliche Idee war, ihn mit seinem Vater zusammen zum Fitness zu schicken und mich selbst nochmals hinzulegen. Es ist bei uns eine Art Tradition, dass wir Sonntag morgens zum Fitness gehen. Erst machen die Eltern Sport und dann gehen wir alle zusammen im Pool schwimmen. Gestern hatte ich jedoch überhaupt kein Bedürfnis nach Laufen. Ich musste Schlaf nachholen und wollten es auf Kosten von Laufen machen. Natürlich hat mein toller Plan nicht funktioniert. Mein Mann musste den ganzen Morgen arbeiten. Notfall Meetings, eins nach dem anderen. Also bin ich doch mit zum Fitness gegangen, ich bin doch gelaufen, dann Pool und dann wieder nach Hause. Kein Schlaf weit und breit.

Am Nachmittag hatten wir eine Geburtstagsfeier. Als wir vom Fitness nach Hause gekommen sind wollte ich mich ein bisschen ausruhen, während der kleine Mann sein Mittagsschlaf macht und dann zur Party fahren – ausgeruht. Doch auch das hat nicht geklappt denn es gab keinen Mittagsschlaf. Wir sind alle zur Party gefahren – unausgeruht. Erst eine Stunde Pool, dann Pizza, dann Geburtstagskuchen, dann Geschenke. Unser kleiner Mann war so müde, dass er, auf die Pizza wartend, von der Bank gefallen ist. Um 19 Uhr lag er im Bett, schlafend. Eine Stunde früher als sonst. Nachdem ich das Haus wieder auf Vordermann gebracht hatte, wir hatten über den Tag hinweg ganz schön Chaos hinterlassen, habe ich mich aufs Sofa gesetzt. Kaffee in der rechten Hand, Süßigkeiten in der linken und TV vor mir – endlich entspannen!

Es war ein anstrengender Tag aber zurückblickend war er doch mit kleinen Wundern gespickt. Fünf Stunden Schlaf waren nicht genug aber ich habe den Tag gemeistert, weil ich gesund bin. Laufen war auch nicht so schlecht – 5 Kilometer, gut. Unser kleiner Mann hatte so viel Spaß beim Schwimmen. Ist wie seine Olympische Medaillen gewinnende Oma geschwommen. Er durfte mit seinem Papa zusammen die Wasserrutsche runterrutschen – eigentlich ist er dafür noch viel zu klein aber der Bademeister hat eine Ausnahme gemacht. Nach seinem nicht-Mittagsschlaf ist er nach unten gekommen und hat mir erzählt „Ich habe soooo gut geschlafen“ obwohl er gar nicht geschlafen hatte. Ich wollte ihn würgen, musste aber lachen. Der Geburtstagskuchen den ich gemacht hatte war der Hit = 15 glückliche Kinder. Wieder zu Hause hat der kleine Mann mir geholfen seine Spielsachen aufzuräumen und mir dabei alles über Monstertrucks und pung Kanonen erzählt während unser Hund, Mrs. Fay, auf dem Sofa gelegen und uns zugeschaut hat. Fay ist seit fast vier Jahren bei uns und erst jetzt fühlt sie sich sicher genug, auf dem Sofa zu liegen, in Mitten des Familienlebens und nicht mehr im begehbaren Kleiderschrank. Kaffee und Süßigkeiten waren super. Zehn Minuten später war ich entspannt und konnte daran denken, wie gut wir es haben.

Ich bin froh, dass unser Geburtstagswochenende vorbei ist (wir hatten drei Partys übers Wochenende). Doch abgesehen von all dem Stress den wir hatten, hat das Leben nicht aufgehört, kleine Wunder für uns vorzubereiten. Manchmal braucht es nur einen kleinen Moment Ruhe, um sie sehen zu können.

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