Durchhaltevermögen macht Erfolg unausweichlich

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Wenn ich eine Rede zum Thema „Wie überwinde ich Selbstzweifel“ gebe, sage ich oft: Man muss eine Millionen Schritte gehen um dort anzukommen, wo man ankommen will. Solange man sich vorwärtsbewegt, solange man immer weitergeht, ist Erfolg unausweichlich. Daran glaube ich wirklich. Denn es ist der Grund dafür, warum ich heute da bin wo ich bin – niemals aufgeben, Durchhaltevermögen. Aber ich weiß auch, dass sich Durchhaltevermögen auf Papier um einiges leichter anhört, als es im Leben wirklich ist. Es wird immer Momente im Leben geben, in denen man keine Energie mehr hat und das Handtuch werfen will. Derlei Momente habe ich auch schon erlebt, Handtuch geworfen und daher mein Ziel verfehlt. Durchhaltevermögen ist der Schlüssel zum Erfolg. Hier ein paar Beispiele dazu:

Natürlich, mein Beispiel Nummer Eins ist meine Schwangerschaft. Wenn ich hier kein Durchhaltevermögen gehabt hätte, mein Mann kein Durchhaltevermögen gehabt hätte, gerade in den Momenten, in denen ich das Handtuch werfen wollte, wären wir heute keine Eltern. Dann gäbe es den kleinen Mann nicht und nicht die eine Millionen Bilder auf meinem iPhone die nur ihn zeigen. Dennoch, die Rückschläge in Bezug auf meine Schwangerschaft waren zahlreich. Jedes Mal, wenn meine Schwangerschaft in Reichweite war, haben wir einen Schlag ins Gesicht bekommen. Doch indem wir uns ganz einfach geweigert haben aufzugeben, haben wir das erreicht, was wir erreichen wollten – sind heute übernächtigte, erschöpfte und glückliche Eltern.

Beispiel Nummer Zwei ist ein noch recht aktuelles, welches unseren Hund Mrs. Fay betrifft. Mrs. Fay ist ein adoptierter, geretteter Windhund. Als wir sie adoptiert haben, war sie fast sechs Jahre alt und hatte bis dahin sechs Mal geworfen. Für alle die es nicht wissen, sechs Würfe in sechs Jahren sind verrückt. Sie war praktisch nur eine Welpen-produzier-maschine. Sie hat die ersten sechs Jahre ihres Lebens nur in einem Käfig verbracht, kannte nichts außerhalb dessen. Kannte keine Leine, kein Gras, keine Vögel, nichts, noch nicht mal Menschen. Als sie zu uns kam, hatte sie vor allem Angst und sie fühlte sich nicht Zuhause. Wenn die Haustür offenstand, lief sie raus und wollte nicht wieder hereinkommen, weil sie sich bei uns nicht sicher fühlte. Durchhaltevermögen und viel Geduld haben sie letztendlich zu dem wundervollen Hund werden lassen, der sie heute ist. Heute weiß sie, dass wir IHRE Familie sind. Ich kann ohne Leine mit ihr spazieren gehen, sie liegt bei uns im Wohnzimmer, mitten im Familienleben, obwohl sie das erste Jahr nur bei mir oben unterm Schreibtisch verbracht hat. Heute fühlt sie sich endlich sicher.

Beispiel Nummer Drei ist das aktuellste und meine Inspiration für heutigen Blogbeitrag. Am Freitag habe ich endlich meine Lizenz bekommen, psychologische Beratungen in Texas geben zu dürfen. Wie viele vielleicht nicht wissen, habe ich ein Diplom in Psychologie und es war geradezu unmöglich, es hier in den Staaten anerkannt zu bekommen. Im März 2016 habe ich mich als psychologischer Berater angemeldet und erst letzten Freitag bin ich angenommen worden. Ich habe unzählige, sinnlose Telefonate führen müssen, zahllose Papiere vom deutschen ins englische übersetzt, stapelweise Unterlagen an das Lizenzbüro geschickt und musste vorsprechen. Vorsprechen im Sinne von, vor die Ratsmitglieder des Lizenzbüros treten und erklären warum ich der Ansicht bin, dass ich eine ausreichende Ausbildung für den Beruf des psychologischen Beraters habe und warum ich einer werden will. Diese Erfahrung qualifiziert sich definitiv als eine meiner top-ten der gruseligsten Erfahrungen meines Lebens. Vor fünf offiziellen Ratsmitgliedern stehen, meinen Fall via Mikro präsentieren während alle anderen im Raum, die ebenfalls ihren Fall vortragen wollen, zuhören und das alles auch noch auf Englisch. Aber ich habe erreicht was ich erreichen wollte – ich bin lizensierter psychologischer Berater. 15 Monate später, Dank Durchhaltevermögen.

Alles was man braucht ist Durchhaltevermögen. Und jemanden an seiner Seite der einen davon abhält aufzugeben, wenn einem zwischenzeitlich mal die Luft ausgeht.

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